Kirche St. Katharina, Zürich Affoltern

Auf der knapp bemessenen Parzelle direkt an der Hauptverkehrsachse durch Zürich Affoltern forderte der Wettbewerb im Jahr 1967 ein kirchliches Zentrum mit integriertem Gemeinde-, Jugend- und Pfarrhaus. Das burgartig starke und zugleich heiter weisse Bauwerk setzte ein Zeichen der Moderne in dem langsam städtische Züge annehmenden Quartier und wurde als erste katholische Kirche mit der «Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich» geehrt. Der Bau kann als ein Schlüsselwerk von Eugen O. Fischer bezeichnet werden.

In der geschlossenen Aussenform ist die Kirche St. Katharina trotz ihrer teilweise verputzten Fassade dem von Le Corbusier beeinflussten Betonbrutalismus verpflichtet. Die räumliche Inszenierung mit dem geschützten, von der Strasse zurückversetzten Hof und der repräsentativen Freitreppe erinnert an Alvar Aaltos berühmtes Rathaus von Säynätsalo.

Der zentralräumliche Kirchengrundriss – eine zwischen Queroval und Rechteck vermittelnde Wabenform – fügt sich in die orthogonale Anlage ein. Die sakrale Atmosphäre erhält der eigentliche Gottesdienstraum dank einer gezielten Lichtregie: Im Winkel zwischen den Wänden und der mit ihnen nur durch Betonträger verbundenen Decke fliesst Tageslicht in den leicht abfallenden Kirchenraum, aus dem sich der Altarbereich bühnenartig erhebt.

Addresse
Wehntalerstrasse 451, 8046 Zürich, Schweiz
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Aufgabe Neubau katholische Kirche
Auftragsart Wettbewerb
Auszeichnung 2. Preis Wettbewerb (von der Jury zur Umsetzung empfohlen), Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich
Leistungen Projektierung, Ausschreibungsplanung, Ausführungsplanung, Bauleitung
Bearbeitungszeit 1967–1972
Fotografie